Gauß-Gymnasium Worms
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Berlin 2020

Berlinfahrt 2020

Die Berlinfahrt 2020 ist wohl eine Fahrt, die keiner so schnell von uns jemals vergessen wird. Begonnen hat diese Fahrt mit einer circa sieben stündigen Fahrt von Mannheim nach Berlin. Doch spätestens nachdem kurz nach Abfahrt des Zuges die ersten Kartenspiele rausgeholt wurden, wussten wir: das wird eine legendäre Kursfahrt. Doch leider galt das nicht für alle. Die Stimmung der Lehrer war anfangs etwas getrübt. Nicht jeder verkraftet es nun mal so gut, wenn der FCK und der BVB beide mal wieder verlieren. Doch davon unbeirrt wurde auch der erste Tag in Berlin ein wahres, filmreifes Spektakel. So verspätete sich unser Zug wegen einer Bombendrohung und auch in Berlin durften wir eine polizeiliche Verfolgungsjagd mitanschauen. Keine Angst, wir waren diesmal nicht daran schuld.Man könnte meinen, die nächsten Tage verliefen nach so einem ersten Tag vielleicht weniger spektakulär, aber dem war nicht so.
Geweckt durch Reklametafeln, die für Könige und Paläste werben, starteten wir unseren ersten Tag mit dem Besuch des Bundeskanzleramtes und des Bundesrates. Im Bundeskanzleramt konnten wir einen guten Einblick hinter die Kulissen unserer Bundesregierung erhalten und konnten ebenfalls die Kanzlergalerie bestaunen, in welcher Porträts aller ehemaligen deutschen Bundeskanzler ausgestellt werden. Nach einer kurzen Pause, in der vor allem geshoppt und gegessen wurde, ging es dann weiter zu unserem Nachmittagsprogramm: dem Besuch des Bundesrates. Auch hier wurde uns ein Einblick in die Gesetzgebung des Bundesrates ermöglicht und viel über die Konstruktion des Gebäudes erzählt. Daraufhin wurden wir auch noch zu einem Planspiel eingeladen, bei der wir als Vertreter der einzelnen Bundesländer über eine Gesetzesvorlage des Bundesministers, und wahrscheinlich zukünftigen Bundeskanzlers, Daniel Usner debattierten und letztlich sogar dem Gesetz mit ein paar Änderungen Großteils zustimmten. Hierbei zeigte sich übrigens sehr gut das Interesse und das Wissen, das wir Schüler der Generation Greta über politische Themen haben, da wirklich der Stoff teilweise sehr im Detail debattiert wurde. Es hat uns insofern sehr viel Spaß gemacht.
Auch der zweite Tage war ein unvergesslicher Tag. Nachdem manche wegen Probleme mit ihrem Hotel-Tresor kaum schlafen konnten, gab es keine bessere Möglichkeit als eine Führung durch den Bundestag und den Plenarsaal außerhalb der Sitzungswoche. Gekrönt wurde der Besuch des Bundestags durch das Mitarbeitergespräch mit Markus Held. Oder eher gesagt seinem Mitarbeiter, da Markus Held leider spontan verhindert war. Somit bedanken wir uns sehr bei Sören Van Heck, welcher uns einen guten Einblick hinter die Kulissen der Abgeordneten ermöglichte. Nach dem spektakulären Kuppelbesuch, der danach folgte, ging die Reise weiter und wir erkundeten noch etwas Berlin und machten interessante Erfahrung. So konnten unsere Lehrer Herr Fuhrmann und Herr Herbst ihren Lebenstraum erfüllen und einmal im Leben mit einem E-Roller wie Apachen durch die Stadt cruisen. Zum gemeinsamen Abendessen gab es dann wie an jedem Tag Burger. Dabei wurden interessante Kontakte geknüpft, so konnten wir beispielsweise eine wahre Berliner Influencerin kennenlernen.
Zusammenfassend haben wir also einiges in Berlin erlebt und sehr viel Spaß gehabt. Es ist deshalb bestimmt verständlich, dass der letzte Tag in Berlin ein trauriger Tag für uns war, da wir wussten, dass die schöne Zeit die wir als Kurs dort hatten nun zu Ende ist. Die letzten Stunden in Berlin verbrachten wir deshalb mit dem Besuch von Vintage-  und Souvenir-Läden. Doch letzten Endes standen wir dann am Berliner Ostbahnhof und sahen wie der Zug nach Frankfurt einfuhr und wir wussten, dass es nun zu Ende war. Doch wir danken Herrn Herbst und Herrn Fuhrmann für diese unglaubliche Fahrt, denn sie hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und wir haben tatsächlich sehr viel sehen und lernen können. Wir werden also diese Fahrt auf jedem Fall, auch nachdem wir bald unser Abitur bekommen haben, immer in Erinnerungen behalten und mit so einem Abschluss definitiv positiv auf unsere Schullaufbahn zurückschauen.

Louis Julier, MSS 13