Gauß-Gymnasium Worms
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Italienisch

Warum sollte Ihr Kind Italienisch lernen

Die italienische Sprache gilt aufgrund ihrer Schönheit im Klang und Ausdruck und wegen ihrer klaren Struktur in der Grammatik und Aussprache als eine der beliebtesten romanischen Sprachen. Man gelangt zügig zu erfreulichen Lernerfolgen, so dass die erworbenen Sprachkenntnisse recht bald für den schulischen und den privaten Gebrauch (Urlaubsreisen/Austausch mit Italien) genutzt werden können.

Die Nähe zur französischen und lateinischen Sprache ermöglicht es den Lernenden, auf ihr Wissen aus der 1. bzw. 2. Fremdsprache zurückzugreifen. Des Weiteren stellt Italienisch aufgrund seiner Sprachverwandtschaft mit anderen romanischen Sprachen eine Brückensprache dar, wodurch weitere romanische Sprachen späterer auf einfachem Wege zusätzlich erworben werden können.

Italien war für Deutschland in den letzten Jahren das siebtwichtigste Ausfuhrland und das fünftwichtigste Einfuhrland. Weiterhin haben zahlreiche italienische Betriebe, bspw. aus der Automobil-, Mode- und Nahrungsmittelbranche, Niederlassungen in Deutschland und umgekehrt. Daher sind in der Wirtschaft italienische Sprachkenntnisse sehr stark nachgefragt, werden aber an nur wenigen Schulen vermittelt.

Daher werden SchülerInnen, die mit Freude Fremdsprachen lernen und neugierig auf die italienische Landeskunde sind, den Italienischunterricht als große Bereicherung erfahren und verbessern gleichzeitig signifikant ihre Berufschancen.

 

Wie sieht das schulische Angebot aus?

Italienisch wird als dritte Fremdsprache an unserer Schule ab der 9. Klasse dreistündig angeboten. Die Lehrkräfte haben immer wieder längere Lebens-/Studienphasen in Italien verbracht und sind auch privat in ständigem Kontakt mit Land und Leuten. Eine Lehrerin ist zudem Muttersprachlerin. Bei einer erfolgreichen Teilnahme im Grundkurs kann Italienisch evtl. als mündliches Abiturprüfungsfach gewählt werden. Ein Leistungskurs wird je nach Schülerzahl ebenfalls angeboten werden.

Was wird vermittelt?

In der Anfangsphase lernen die SchülerInnen, Alltagssituationen auf Italienisch zu bewältigen: im  Dialog oder beim Nachspielen kleiner Szenen sich selbst und andere vorzustellen, die eigenen Interessen darzustellen, sowie klassischen Situationen im Urlaub (Essen und Trinken bestellen, Fahrplanauskünfte und Verbindungen einholen, nach dem Weg fragen, …) zu bewerkstelligen. Besonders viel Freude haben die SchülerInnen bei der Erarbeitung von Liedtexten und dem gemeinsamen Singen der bekannten oder aktuellen Melodien. Durch das häufige Üben von Begegnungssituationen werden die SchülerInnen auf den persönlichen Kontakt mit ItalienerInnen vorbereitet. In den folgenden Lernjahren in der Oberstufe wird die Grammatik vertieft und verfeinert, wobei der erworbene Wortschatz nun die Lektüre ausgewählter italienischer Literatur ermöglicht. Auf diese Weise erhalten die SchülerInnen Einblick in die Kultur und Geschichte Italiens. Hierfür werden Werke  italienischer Autoren sowie aktuelle Sachtexte aus der Presse herangezogen.  Durch den Einsatz von Liedern, Filmen und Bildern soll das Erlernen der Sprache im lebendigen Unterrichtsgespräch, sowie die Neugierde auf und das Verständnis für die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe gefördert werden.

Welches Lehrwerk wird verwendet?

Als Lehrwerk für einen didaktisch fortschrittlichen und schülernahen Unterricht wurde „In Piazza“ eingeführt, das sich inhaltlich am vorgesehen Lehrplan orientiert und sprachpraktisch den Anforderungen des Europäischen Referenzrahmens entspricht. Für die autodidaktische Überprüfung des eigenen Lernprozesses sind passende Prüfungsseiten nach den Lektionen integriert, die den Schülern den eigenen Lernstand und Lernzuwachs verdeutlichen.

Gibt es außerschulische Kontakte?

Gerade im Rhein-Main-Gebiet gibt es zahlreiche außerschulische kulturelle Angebote, die den SchülerInnen Einblicke in die italienische Kultur ermöglichen und zur Ergänzung der Unterrichtsinhalte besucht werden: Festival del Sud; (Kunst-)ausstellungen (z.B. im letzten Jahr die „Medici“-Ausstellung in Mannheim); Dichterlesungen; Vorträge an der Goethe-Universität; Kontakte mit dem italienischen Kulturinstitut. Damit die SchülerInnen erfahren können, welche Fähigkeiten sie bereits in ihrem ersten Lernjahr erworben haben, ist geplant, mit Schulen in Italien Brieffreundschaften und E-Mail-Kontakte aufzubauen, wodurch die SchülerInnen im direkten Austausch ihre persönlichen Interessen und ihren Alltag mit den Muttersprachlern austauschen können.

Seit Jahren führen wir regelmäßig Auslandsfahrten nach Rom durch, bei denen der kulturelle Austausch und die sprachliche Umsetzung gefördert werden. Dank dieser Aktivitäten ist eine deutliche Steigerung der Lernmotivation festzustellen. Dies wurde durch den Austausch mit dem Marconi-Gymnasium in Parma unterstützt.

 

Unsere neue Partnerschule ist das Filelfo-Gymnasium in Tolentino in den Marken, ein idyllischer Ort in Mittelitalien in der Nähe der Ostküste. Der Austausch hat im April und im Mai 2014 stattgefunden und es werden weitere folgen.

 

Ricarda Speca-Armknecht

 

(Italienischlehrerin)

Italienisch als dritte Fremdsprache  am Gauß-Gymnasium Worms    

Allgemeines zum Unterricht

 

  • Italienisch wird ab Klasse 9 dreistündig am Nachmittag unterrichtet.
  • Es kann zum Notenausgleich verwendet werden, ist aber nicht versetzungsrelevant.
  • Es kann anschließend als Grundkurs in der Oberstufe und als mündliches Abiturprüfungsfach je nach Fächerkombination gewählt werden.
  • Vermittlung verschiedener Kompetenzen und von Wissen:
    • Alltags- und Begegnungssituationen in der Fremdsprache bewältigen, z.B. eigene Interessen, Vorlieben oder Fragen formulieren können
    • Landeskundliches Wissen und kulturellen Besonderheiten Italiens
    • Politik und Wirtschaft, Lektüre klassischer italienischer Werke und authentischer Sachtexte (Oberstufe)
    • Methoden: Rollenspiele, Filmszenen, Kurzvorträge, Präsentationen, Schreiben von Aufsätzen, Diskussionen, …

Warum sollte man Italienisch als dritte Fremdsprache wählen?

  1. Italienisch führt zu raschem Lernerfolg und macht Spaß!
  • Italienisch hat klare und einfache Regeln in der Grammatik und in der Aussprache.
  • Italienisch ist eine Brückensprache: Sprachanfänger können auf ihre Kenntnis in anderen romanischen Sprachen (z.B. Französisch oder Latein) zurückgreifen. Daher ist die Lernmotivation sehr groß.
  • Italienisch klingt einfach schön! Sie ist eine melodische und lebhafte Sprache, deren Nutzung einfach Spaß macht.
  1. Italienisch bietet eine gute Grundlage für ein Studium
    • Italienisch kann als moderne Sprache für zahlreiche Studiengänge gewählt werden (Tourismus, Geschichte, Design, Archäologie, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, …).
    • Mit einem Abschluss in Italienisch kann man nicht nur an Gymnasien und Gesamtschulen unterrichten. Eine berufliche Tätigkeit als Lehrkraft an einer Sprachschule oder Volkshochschule ist ebenfalls denkbar. Wenn man das Fach Italienisch mit Germanistik oder einer weiteren Fremdsprache kombiniert, kann man sogar in Italien als Sprachlehrer arbeiten.
    • Mit einem Master Abschluss in Italienisch steht auch der Weg in die Forschung und Lehre an einer Universität oder in einem Forschungsinstitut offen. Man kann auch als Journalist oder Redakteur an Themen arbeiten, die Italien betreffen, oder man macht sich als Übersetzer oder Dolmetscher selbstständig. Sehr gefragt ist Italienisch im kaufmännischen Bereich. Joblift, eine Plattform für Stellenangebote, berichtete in der Wormser Zeitung, dass man als kaufmännischer Angestellte Französisch, Italienisch oder Polnisch bräuchte.
    • Italienische Universitäten zählen zu den ältesten und renommiertesten Europas: Università Bocconi in Mailand (Wirtschaft), La Sapienza in Rom (Medizin), Ca‘ Foscari in Venedig (Sprachen), etc. Viele bieten den Studiengang „Übersetzung und Dolmetschen“ für Ausländer an.
  2. Italienisch bietet eine gute Grundlage für die Arbeitswelt
  • Italien ist ein wichtiger Handelspartner in Deutschland, besonders in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet.
  • Italien ist ein wichtiges Import- und Exportland für Deutschland und ist seit Jahren auf Platz 5 oder 6 in der Rangfolge der Handelspartner.
  • Zahlreiche deutsche Firmen der Finanz-, Automobil-, IT-, Chemie-, Mode-, Banken-  und Lebensmittelbranche stehen in Kontakt mit den größten Konzernen Italiens (z.B. Ubi-Bank, Mediolanum-Bank, UniCredit-Bank, Fiat, Ferrero, Barilla, Buitoni, Lavazza, Benetton, Calzedonia, ,…).
  • Deutsche Firmen haben wiederum viele Niederlassungen in Italien (Deutsche Bank, BASF, Krupp, Bayer, Merck, Bosch, Siemens, Lidl, Max-Planck-, Goethe- und Fraunhofer-Institut, König Metall, Generali Versicherungen, …).
  1. Italien als Urlaubsziel und Kulturlandschaft
  • Italien bietet eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften, von den Alpen und den Gebirgszonen in der Mitte des Stiefels mit zahlreichen Naturparks, dem Flachland im Norden, den wunderschönen Küsten, die im Süden des Landes nicht zu übertreffen sind, bis zu den lieblichen Kulturlandschaften in  Toskana und Umbrien.
  • Italien ist außerdem die Wiege der abendländlichen Kultur. Laut Unesco befinden sich in Italien ca. 2/3 aller weltweiten Kulturschätze, geprägt durch die griechische, etruskische und römische Kultur der Antike, die Geburt der Renaissance mit Leonardo da Vinci, Michelangelo, etc. und die Beziehungen mit dem Deutschen Römischen Reich.
  • Die Italiener sind sehr offen, herzlich, gastfreundlich und stolz auf ihr Land. Die italienische Sprache zu sprechen eröffnet den Besuchern viele Möglichkeiten, Land und Leute noch besser und intensiver kennenzulernen.
  • 70 Millionen Menschen in Italien, in Teilen der Schweiz, in der Republik von San Marino und im Vatikan sprechen Italienisch als Muttersprache. Man kann die Sprache also auch außerhalb Italiens nutzen.