Gauß-Gymnasium Worms
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Förderung bei Teilleistungsschwächen

Das Gauß-Gymnasium sieht einen seiner pädagogischen Schwerpunkte in der individuellen Förderung der für unsere Schulart geeigneten Kinder. Dazu zählen selbstverständlich auch Kinder mit Teilleistungsschwächen.

Wenn Sie, liebe Eltern, diesbezüglich einen Bedarf für Ihr Kind sehen, sprechen Sie uns an. Wir werden gemeinsam einen erfolgversprechenden Weg finden.

Bei uns gilt:

Unser Unterricht zielt auf ganzheitliche (kognitive, sozial-emotionale und psychomotorische) Förderung der Schülerinnen und Schüler. Jede Schülerin und jeder Schüler ist entsprechend der individuellen Lernvoraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten durch geeignete Lern- und Arbeitsformen zu fördern.

Individuelle Förderung in der Schule orientiert sich deshalb vorrangig am Lernentwicklungsstand, den Lernbedingungen und Arbeitsmöglichkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben gelten diese Grundsätze in besonderer Weise.

Aus dem schulgesetzlichen Auftrag der individuellen Förderung (§ 10 Abs. 1 Satz 1 SchulG) leitet sich für uns die Verpflichtung ab, Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben frühzeitig zu erkennen. Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben werden deshalb auf der Grundlage förderdiagnostischer Beobachtungen individuelle Förderpläne als Teil eines schulischen Förderkonzepts entwickelt und im Rahmen des individuell fördernden Unterrichts als besondere Förderung umgesetzt.

Dazu sind besondere Unterstützungsprogramme wie Intervallförderung oder Förderung in Zusatzkursen möglich.

Die besondere Förderung hat insbesondere zum Ziel,

  • die Stärken von Schülerinnen und Schülern herauszufinden, sie ihnen bewusst zu machen und Erfolgserlebnisse zu vermitteln,
  • Arbeitstechniken und Lernstrategien zu vermitteln, um die vorhandenen Schwächen ausgleichen zu können, sowie
  • die betroffenen Schülerinnen und Schüler an die Leistungsanforderungen des jeweiligen Bildungsganges heranzuführen.

Hilfen im Sinne eines Nachteilsausgleichs und das Abweichen von den Grundsätzen der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung werden bei Schülerinnen und Schülern mit besonderen und lang anhaltenden Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben mit dem Ziel gewährt, diese nach Möglichkeit unter Fortführung von Förderung nach und nach abzubauen.

Vorrangig vor dem Abweichen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung sind Hilfen im Sinne eines Nachteilsausgleichs vorzusehen, z. B.:

  • Ausweiten der Arbeitszeit, z. B. bei schriftlichen Arbeiten,
  • Bereitstellen von technischen und didaktischen Hilfsmitteln.

Als Abweichungen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung kommen insbesondere in Betracht:

  • Einordnen der schriftlichen und mündlichen Leistung unter dem Aspekt des erreichten Lernstands mit pädagogischer Würdigung,
  • stärkere Gewichtung mündlicher Leistungen und anderer nicht schriftlicher Leistungen, insbesondere in Deutsch und den Fremdsprachen,
  • zeitweiser Verzicht auf eine Bewertung der Lese- und Rechtschreibleistung in allen betroffenen Unterrichtsgebieten,
  • Nutzung des pädagogischen Ermessensspielraumes und zeitweiser Verzicht auf die Bewertung von Klassenarbeiten und anderen schriftlichen Leistungsnachweisen während der Förderphase,
  • verbale Beschreibung des Lernfortschritts anstelle oder ergänzend zu einer Bewertung nach dem Notensystem, verbale Bewertung der Rechtschreibleistung bei Schreibaufgaben.

Alle Abweichungen von den üblichen Beurteilungsregelungen müssen in den individuellen Förderplänen der Schülerinnen und Schüler festgelegt sein und durch die Klassenkonferenz beschlossen werden. 

Links:

http://gymnasium.bildung-rp.de/rechtsgrundlagen.html 

http://gymnasium.bildung-rp.de/fileadmin/user_upload/gymnasium.bildung-rp.de/rechtsgrundlagen/VV_Lernschwierigkeiten_SI.pdf