Monokultur

Monokultur

 

Mitten im Nirgendwo stehe ich ruhig

und Ruhe umgibt mich, erfüllt mich mit Furcht.

Im Wald könnt´ sonst es lauter nicht sein,

doch jetzt, so scheint es, bin ich allein.

Die Bäume um mich, sie türmen sich auf,

dünn und dürr. Ich schaue hinauf.

Der Himmel könnte grauer nicht sein,

dumpfes Licht scheint tief hinein

in den Wald mit dem Boden aus Laub,

dem vor Jahren das Leben geraubt.

Nebel hängt tief in dem Wald.

Auf einmal ist dort eine Lichtgestalt.

Das Licht bannt den Nebel und flutet den Wald,

die Kronen der Bäume bekommen Gestalt.

Auf einmal sieht´s hier nicht so trostlos mehr aus,

doch bald fliegt das Engelchen auch wieder hier raus.

Zurück bleibt dann nur dieser trostlose Wald

und im Nebel ein Schatten der Lichtgestalt.

von Rahel Hinz aus der kreativen Schreibwerkstatt

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