Gauß-Gymnasium Worms
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Aufgaben des SEB

Aufgaben des Schulelternbeirates (SEB)

Zusammenkommen ist ein Beginn,

Zusammenbleiben ist ein Fortschritt,

Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.

(Henry Ford)

 

Die Aufgaben des SEB liegen in der Förderung und Mitgestaltung der Erziehungs- und Unterrichtsarbeit an der Schule, der Beratung der Schule durch Unterbreitung von Anregungen und Vorschlägen.

Der SEB vertritt die Interessen aller Eltern gegenüber der Schule und dem Schulträger:

 

  • Der Schulelternbeirat hat die Aufgabe die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit an der Schule zu unterstützen. Er übt eine Beratungs- und Kontrollfunktion aus und unterbreitet der Schule / Schulleitung Anregungen und Vorschläge zur Ausgestaltung der Erziehungs- und Unterrichtsarbeit. 
  • Viele Entscheidungen an der Schule können nicht getroffen werden, ohne den Schulelternbeirat zu informieren. Dem Schulelternbeirat muss Gelegenheit gegeben werden, sich zu bestimmten Themen zu äußern bzw. seine Zustimmung zu geben. 
  • Daher ist es wichtig, dass Eltern bereit sind im SEB eine Verantwortung zu übernehmen. 
  • Die Mitglieder des SEB bekleiden ein öffentliches Ehrenamt. Sie sind in der Ausübung dieses Ehrenamtes gegen Körperschäden unfallversichert und haben auch einen Anspruch auf Freistellung von der Arbeit. 
  • Für die Sachkosten des SEB muss der Schulträger aufkommen. Dies gilt insbesondere für Kopien, die in der Schule gemacht werden können; Post kann über die Schule versandt werden und Telefonate können von der Schule aus geführt werden. 
  • Die Amtszeit des SEB beginnt mit der Wahl und dauert zwei Jahre bis zur Wahl des neuen Schulelternbeirates.

Aufgaben des Schulelternbeirates und Tätigkeitsfelder mit Beispielen in Stichworten

Teil A

Grundsätzliches:

Das Schulgesetz garantiert den Eltern das Recht, Schule zu fördern und mitzugestalten und alle Handlungsmöglichkeiten des SEB beruhen auf den dort benannten Rechten

Der Schulelternbeirat (SEB) ist das Bindeglied zwischen Eltern und Schülern sowie der Schulleitung und Lehrern.

Elternmitbestimmung findet seinen Ausdruck in der Beteiligung an Elternabenden, Wahlen des Schulelternbeirats, aber auch in der Mitwirkung an vielen Veranstaltungen (z.B. Schulfesten, Projektwochen, Schulfahrten). Der SEB ersetzt nicht die Elternmitbestimmung und Mitwirkung. Unsere Schule setzt auf den persönlichen Dialog zwischen Eltern, Lehrern und Schulleitung.

Der Schulelternbeirat vertritt die Eltern nach Innen und nach Außen.

Dies sind beispielsweise folgende Aufgaben:

-      Mitwirkung bei Schulfahrten

·  Beispielsweise werden Fahrtenkonzept und Kostenrahmen mit dem SEB abgestimmt (sind zustimmungspflichtig).

 

-      Sitzungen und/oder Treffen mit Vertretern der Schulleitung

·       Mehrmals im Jahr findet eine SEB Sitzung zusammen mit Vertretern der Schulleitung statt. Bei diesen Sitzungen ist ein wesentlicher Punkt die Information durch die Schulleitung über aktuelle Themen wie tatsächlicher Stand der Unterrichtsversorgung, Entwicklung der Schülerzahlen, „gute“ und „schlechte“ Nachrichten etc.

·       Das ist keine Informationspolitik nach Belieben, sondern es besteht eine ganze Reihe von Themen, zu denen die Schulleitung den SEB informieren muss, seine Meinung einzuholen hat, oder auch seine Zustimmung braucht (Die Schule hat hier eine Bringschuld, solche Themen von sich aus anzusprechen, weil SEB Mitglieder von sich aus nicht denselben Wissensstand wie Schulleitung, Schulträger oder Dienstaufsichtsbehörde haben können.

·       Bei den SEB Sitzungen setzt der SEB selbst auch verschiedene Themen auf die Tagesordnung, um diese mit der Schulleitung zu besprechen und kann dazu auch andere Personen – nicht nur Lehrkräfte – einladen. Beispielsweise hatten wir hier im letzten Schuljahr die Suchtbeauftragten des Gauß Gymnasiums eingeladen, um dieses Thema mit ihnen zu besprechen.

 

-      Besuche der Konferenzen aller Fachbereiche

·       SEB-Mitglieder nehmen an den Fachkonferenzen teil und informieren die anderen bei der SEB Sitzung.

 

-      Mitarbeit an verschiedenen Ausschüssen und Arbeitskreisen

·       Beispiele dafür sind Schulbuchausschuss und Umweltausschuss.

 

-      Kontakte zu allen Gremien und Personen der Schule

·       Beispielsweise Förderverein und Gauß-Stiftung

 

-      Mitarbeit in Projekten (z.B. Modul-Tage)

·       Vor einiger Zeit hatte das Gauß-Gymnasium am Programm Selbstevaluation in den Schulen teilgenommen, um die Schul- und Unterrichtsqualität weiter zu entwickeln und zu sehen, wo sich konkreter Handlungsbedarf ergibt. Hier haben wir vom SEB die Schule bei der Durchführung aktiv unterstützt. Das Programm konnte zwischenzeitlich nicht nachverfolgt werden, weil vom Land eine Parallelmaßnahme mit der Agentur für Qualitätssicherung gestartet wurde. Diese wurde mittlerweile aber wieder eingestellt und wir wollen deshalb das Thema „Qualität und Evaluation“ wieder aufgreifen.

 

-      Mitwirkung bei der Einführung und Beibehaltung z.B. von Bili- und Mint-Klassen

 

-      Mitwirkung bei der Einführung der Forscherwerkstatt

 

-      Einwirken auf Schulträger und politische Entscheidungsträger

·       Beispielsweise Sanierung Gebäude und der naturwissenschaftlichen Fachräume. Hier wurde nach einer Begehung durch die Dienstaufsichtsbehörde vor mittlerweile 6 Jahren ein Investitionsvorhaben über mehrere Millionen Euro bis 2016 für nötig gesehen. Leider ist unser Schulträger durch die allenthalben auftretenden Gebäudekatastrophen kaum mehr in der Lage, mittelfristige Planungen umsetzen zu können, weshalb wir Eltern dieses Thema immer wieder aktiv aufgreifen müssen.

 

-      Mitgestaltung von schulorganisatorischen Angelegenheiten

·     Ein Beispiel sind unsere Anstrengungen zum Kennenlerntag von Eltern und Lehrern der 5. und 7. Klassen. Andere Schulen machen hier häufig einen jährlichen Elternsprechtag. Am Gauß haben sich Eltern, Schulleitung und Lehrerschaft vor längerer Zeit bereits darauf geeinigt, dass statt eines Elternsprechtags jeder Lehrer grundsätzlich für ein Gespräch mit den Eltern bereit sein muss und sich dafür nicht auf eine feste Sprechstunde einschränkt. Dies sei zielführender, da bei konkreten Problemstellungen von Schülern die Thematik zwischen Eltern und einem Lehrer direkt und ausführlicher als bei einem Elternsprechtag besprochen werden kann. Weil aber von der Elternseite der Wunsch vorgetragen wurde, ein Kennenlernen der Lehrer aktiv zu fördern, sind wir zurzeit dabei, mit Schulleitung und Gesamtkonferenz abzustimmen, wie dies organisiert werden kann.

·     Maßgebliche Mitgestaltung von Schulveranstaltungen
(Schlossfest, Weihnachtsbasar, u. a.)          

 

-      Den Dialog zum Schulträger konstruktiv zu fördern

·      Als es beispielsweise darum ging, das Schulfest weiterhin im Herrnsheimer Schloss stattfinden zu lassen, engagierte sich auch der SEB an der Erarbeitung der konstruktiven Lösung.

·     Ebenso auch die Diskussion über Vorschläge der Stadt zur Behebung des Raummangels (Ausweichen in die Staudinger Schule).

 

Wahl und Zusammensetzung:

-      Der Schulelternbeirat wird für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt (die letzte Wahl fand Anfang des Schuljahres 2015/2016 statt).

Zusätzlich zu den Klassenelternsprechern und ihren Vertreter werden in jeder Klasse zwei Wahlvertreter für die Wahlversammlung des Schulelternbeirates gewählt.

-      Die Wahlversammlung wählt aus ihrer Mitte die Mitglieder des Schulelternbeirates

·       Grundsätzlich kann jeder Elternteil kandidieren, der ein noch nicht volljähriges Kind an der Schule hat. Dazu muss er an der Wahlversammlung teilnehmen und kann sich selbst vorschlagen oder durch einen anderen vorschlagen lassen. So wird bei der Wahlversammlung am Wahlabend die Liste der Kandidaten erstellt und den Wahlberechtigten zur Abstimmung gestellt.

·       Der Schulelternbeirat besteht aufgrund der Größe des GGW aus 20 Mitgliedern; d.h. die ersten 20 Kandidaten mit den meisten Stimmen sind gewählt, außerdem wurden noch vier Stellvertreter gewählt.

 

-      Danach wird der Termin für die erste Sitzung des neu gewählten SEB festgelegt und bei dieser Sitzung wählt der Schulelternbeirat aus seiner Mitte den Schulelternsprecher und den Stellvertreter.

 

-      Bei der ersten Sitzung werden dann auch die Personen festgelegt, die in den Ausschüssen sind, oder die Fachkonferenzen besuchen.


Teil B

AUFGABEN UND PFLICHTEN DES SCHULELTERNBEIRATES

Auszug aus dem Schulgesetz für Rheinland-Pfalz über die Aufgaben und Pflichten des SEB

Nachstehend sind Auszüge aus dem Schulgesetz (SchuIG) für Rheinland-Pfalz vom 30. März 2004. (Neu im August 2014) aufgezeigt.

Der vollständige Gesetzestext ist auf dem Bildungsserver Rheinland-Pfalz zu finden.

(Die Pressemitteilung liegt im PDF Format vor. Einen kostenlosen PDF Reader erhält man bei Bedarf bei Adobe.)

 

§ 40 Schulelternbeirat

(1) Der Schulelternbeirat hat die Aufgabe die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Schule zu fördern und mitzugestalten. Der Schulelternbeirat soll die Schule beraten, sie unterstützen, ihr Anregungen geben und Vorschläge unterbreiten.

(2) Der Schulelternbeirat vertritt die Eltern gegenüber der Schule, der Schulverwaltung und gegenüber der Öffentlichkeit. Er nimmt die Mitwirkungsrechte der Eltern wahr.

(3) Die Schulleiterin oder der Schulleiter unterrichtet den Schulelternbeirat über alle Angelegenheiten, die für das Schulleben von wesentlicher Bedeutung sind.

(4) Der Schulelternbeirat ist anzuhören* bei allen für die Schule wesentlichen Maßnahmen, insbesondere bei

 

1.     Veränderungen des Schulgebäudes, der schulischen Anlagen und Einrichtungen,

2.     der Einführung neuer Lern- und Arbeitsmittel, soweit nicht der Schulbuchausschuss zuständig ist,

3.     Anträgen an den Schulträger mit Bezug auf den Haushaltsplan der Schule,

4.     der Einrichtung von freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen (z. B. Arbeitsgemeinschaften),

5.     Fragen im Zusammenhang mit Regelungen der Beförderung der Schülerinnen und Schüler,

6.     Regelungen zur Ausstattung der Schu1bibliothek und der Schülerbücherei,

7.     der Festlegung der beweglichen Ferientage.

 

(5) Des Benehmens* mit dem Schulelternbeirat bedürfen

      1.  die Maßnahmen für Schulentwicklung und Qualitätssicherung, 

      2.  die Erweiterung, Einschränkung oder Aufhebung der Schule,  

      3.  die Einbeziehung der Schule in einen Schulversuch, 

      4.  die Verleihung einer Bezeichnung oder Änderung der Bezeichnung der Schule, 

      5.  die Organisation von Unterricht und außerunterrichtlicher Betreuung in der Ganztagsschule,

 

6. die Aufstellung von Grundsätzen der Schule für die außerschulische Benutzung der Schulgebäude und Schulanlagen

 

(6) Der Zustimmung* des Schulelternbeirats bedürfen folgende Maßnahmen der Schule:

 

1.     Abweichungen von der Stundentafel, soweit sie in das Ermessen der einzelnen Schule gestellt sind, um fachliche oder pädagogische Schwerpunkte zu setzen,

2.     Aufstellung von Grundsätzen eines besonderen unterrichtlichen Angebots,

3.     Aufstellung von Grundsätzen über den Umfang und die Verteilung von Hausaufgaben,

4.     Regelungen für die Teilnahme von Eltern am Unterricht des eigenen Kindes,

5.     Aufstellung von Grundsätzen für die Durchführung von Schulfahrten,

6.     Einführung und Beendigung der Fünftagewoche und wesentliche Änderungen der Unterrichtszeit, soweit sie der einzelnen Schule überlassen sind,

7.     Abschluss von Schulpartnerschaften und Aufstellung von Grundsätzen für den
Austausch von Schülerinnen und Schülern,

8.     grundsätzliche Fragen der Berufsberatung, der Gesundheitspflege, der Ernährung und des Jugendschutzes in der Schule.

9.     die Aufstellung von Grundsätzen der Schule für die Durchführung außerunterrichtlicher schulischer Veranstaltungen,

10.  die Aufstellung von Grundsätzen der Schule für die Organisation des Unterrichts bei besonderen Witterungsbedingungen,

11.  die Aufstellung der Hausordnung.

 

Wird ein Einvernehmen nicht erreicht, so kann die Schulleiterin oder der Schulleiter oder der Schulelternbeirat die Entscheidung des Schulausschusses herbeiführen.
Die Rechte der Schulaufsicht bleiben unberührt.

 

Definition der Begriffe:

 

Anhören:

Der SEB wird von der Schulleitung zu bestimmten Themen informiert und kann sich dazu äußern. Eine Gegenposition muss aber keine Auswirkung auf die spätere Entscheidung haben.

 

Benehmen:

Es handelt sich um eine qualifizierte Anhörung des SEB mit Erörterung der Pro- und Contra-Argumente. Es kann nur aus sachlichen Gründen seitens der Schulleitung von einer anderen Meinung des SEB abgewichen werden.

 

Zustimmung:

Hier ist erforderlich, dass der SEB zustimmt, was bedeutet, dass bei einer Verweigerung der Zustimmung geplante Maßnahmen nicht umgesetzt werden können und ggfls. andere Stellen hierüber befinden müssen.

 

§ 41 Errichtung des Schulelternbeirats

 

(1) Schulelternbeiräte werden an allen Schulen gebildet, soweit sie nicht ausschließlich von volljährigen Schülerinnen und Schülern besucht werden. An Schulen, die überwiegend von volljährigen Schülerinnen und Schülern besucht werden, kann von der Bildung eines Schulelternbeirats abgesehen werden. Bei einklassigen Schulen nimmt die Klassenelternversammlung die Aufgaben des Schulelternbeirats wahr. Für organisatorisch verbundene Schulen soll ein gemeinsamer Schulelternbeirat gebildet werden.

 

(2) Dem Schulelternbeirat gehören mindestens drei und höchstens 20 Mitglieder an. Die Mitglieder werden aus der Mitte der Eltern in einer Wahlversammlung gewählt. Um die gesellschaftliche Verantwortung für Erziehung und Bildung den Sorgeberechtigten gleichmäßig zuzuordnen, bemüht sich die Schule um eine repräsentative Vertretung von Frauen und Männern im Schulelternbeirat.

(3) Der Schulelternbeirat wird auf die Dauer von zwei Schuljahren gewählt. Er ist über die Dauer seiner Wahlzeit hinaus bis zur Wahl eines neuen Schulelternbeirats tätig.

§ 42 Vertretung der Eltern mit nicht deutscher Herkunftssprache im Schulelternbeirat

Sind an einer Schule die Eltern der minderjährigen Schülerinnen und Schüler, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist, nicht entsprechend deren Anteil an der Gesamtzahl der minderjährigen Schülerinnen und Schüler im Schulelternbeirat vertreten, so können sie aus ihrer Mitte die entsprechende Anzahl zusätzlicher Vertreterinnen und Vertreter in den Schulelternbeirat hinzuwählen; dies gilt nicht, wenn der Anteil an der Gesamtzahl geringer als zehn v. H. ist. Diese Eltern gehören dem Schulelternbeirat mit beratender Stimme an.

Worms, im Oktober 2016

gez. Der Schulelternbeirat des GGW